Der Geschichte unserer Heimat auf der Spur

HEMAU (rb). Bei den 63 km langen Baumaßnahmen zur Verlegung der Erdgasfernleitung (Die Hemauer-Woche berichtete am 6.4.) bleibt es natürlich nicht aus, dass man dabei auf Relikte unserer Geschichte stößt. Überall, wo Menschen wohnten, arbeiteten oder auch nur durchzogen, hinterließen sie mehr oder weniger deutliche Spure, die unter der Erdoberfläche verborgen liegen und oft bei Erdbewegungen sichtbar werden. Dann werden die Archäologen tätig, dokumentieren die Funde und Fundstätten und bemühen sich, die Ergebnisse ihrer Arbeit in größere Zusammenhänge einzugliedern.

Archäologen weckten.

Wie Hans Strobl, der Koordinator der Grabungsarbeiten, erzählt, handelt es sich dabei um runde oder wannenförmige Ausschachtungen, die hier einst von Menschen durchgeführt und irgendwann wieder zugeschüttet worden waren. Durch die Vermischung der Gesteinsschichten entstanden dann diese auffallenden Ringe. Zur Zeit graben sich die Teams wieder in diese großen Verfüllungen hinein und stellen senkrechte Schnitte her, in denen der genaue Verlauf der Erdschichten sichtbar wird.

Maschineneinsatz und Maßnahmen, die hier vorerst noch nicht erwogen wurden. Es liegt nun am Landesamt für Denkmalspflege, ob das Projekt für so interessant eingestuft wird, dass nach der Verlegung der Gasrohre die seitlich davon gelegenen Objekte mit größerem Aufwand nochmals geöffnet und eingehender untersucht werden sollen.


der Baufirmen andererseits Schwierigkeiten ergeben, ist logisch. Darauf angesprochen, loben die Archäologen bei diesem Projekt ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit mit der Open Grid Europe. Bei besonders neuralgischen Punkten ist z.T. jahrelange Planung nötig. So haben die Grabungsteams schon seit 2014 in der Nähe von Pförring gearbeitet, wo die Gasleitung unter dem Limes, dem ehemaligen römischen Grenzwall, durchgeführt wird. Jetzt sind die Untersuchungen abgeschlossen, die Ergebnisse sind gesichert und die Gasleitung kann den Limes, mit 549 km Länge das größte Bodendenkmal Deutschlands und Weltkulturerbe, ohne Schaden anzurichten unterqueren.

So fügt sich durch akribische Arbeit ein Mosaiksteinchen ans andere, bis man zu fundierten Ergebnissen über unsere Vorfahren und ihre Lebensweise kommt.

VdK-Fahnenträger Neuner feierte 70.

anschließend eine Bäckerlehre in Neumarkt. Weitere berufliche Stationen waren beim Baugeschäft Mayer und beim Eckl als Raupen- und Baggerfahrer. Als Rentner zählt für den ehemaligen Zivilangestellten bei der Bundeswehr in Hemau und Regensburg neben dem Tragen der VdK-Fahne auch die Gartenarbeit zum Hobby.

Auch die „Hemauer Woche“ schließt sich den zahlreichen Gratulanten an und wünscht noch viele aktive Jahre im Vereinsleben und Verbandsgeschehen.

Unser Foto zeigt den Jubilar Werner Neuner (dritter von links) mit Gattin Anna (links) und den Vereinsabordnungen vom VdK und Kriegerverein. Text/Foto: Alfons Kollmer

Georgi-Feier in Painten

Bereits seit 2003 ist sie in verschiedenen Funktionen Mitglied der bayerischen Staatsregierung und hat sich dadurch einen breiten politischen Erfahrungsschatz angeeignet. Sie wird zu den aktuellen politischen Herausforderungen und den dazugehörigen Lösungsansätzen der CSU im Jahr der Bundestagswahl sprechen. Die Veranstaltung wird wie gewohnt musikalisch umrahmt und bietet eine schöne Mischung aus Unterhaltung und politischer Diskussion. Die gesamte interessierte Bevölkerung ist zu diesem kurzweiligen und informativen politischen Abend recht herzlich eingeladen.

Erdgasfernleitung unterquert die B 8

HEMAU (rb). Seit Wochen erstreckt sich zwischen Hohenschambach und Hemau nach rechts und links eine breite Schneise, die sich durch die Felder zieht. Wenn ringsum alles grünt, fällt dieser braune Streifen natürlich besonders auf. Täglich kreuzen viele Autofahrer auf der A 8 dieses kahle Band und viele wissen nicht genau, was hier entsteht.

4 Jahre für die Projektplanung nötig waren. Dies erstreckte sich von der Klärung aller Fragen der betroffenen Grundstückseigner über die unzähligen Bodenproben entlang der geplanten Trasse bis zur Abstimmung mit den Archäologen, die die Erdbewegungen natürlich aufmerksam verfolgen. Außerdem sind alle Fragen, die den Landschaftsschutz bzw. die jeweiligen Wasserschutzzonen berühren, zu klären. Erst als alle Eventualitäten diskutiert waren, konnte das Konsortium aus der Friedrich Vorwerk KG (Tostedt bei Hamburg), der PPS Pipeline-Systems (Quakenbrück) und der Max Streicher GmbH & Co KG (Deggendorf) unter Leitung des Netzbetreibers, der Open Grid Europe, mit den sichtbaren Baumaßnahmen loslegen.

einem dünnen, aber äußerst hochwertigen Stahl gefertigt. Nur wenige Anbieter weltweit genügen den Anforderungen, die Open Grid Europe an die Rohre stellt. Die hier verlegten Rohre werden in höchster Präzision von der Fa. Mannesmann in Salzgitter hergestellt, die natürlich mit einem solchen Großauftrag für längere Zeit voll ausgelastet ist.


eingeplant, so dass im unwahrscheinlichen Fall eines Lecks sofort reagiert werden kann und nur ein geringer Teil des sich im Rohr befindenden Gases austritt. Die Open Grid Europe betreibt mit diesen Sicherheitsstandards bereits ein Leitungsnetz von 12 000 km Länge in Deutschland, was ungefähr dem Netz der Bundesautobahnen entspricht.

Da die Rohrleitungen, die unter einem Druck von 100 bar stehen, nur 1 Meter unter der Erdoberfläche verlaufen, bestehen natürlich strenge Vorschriften, was die Fläche über den Rohren betrifft. So sind rechts und links der Rohre für Baumaßnahmen 5 Meter Abstand einzuhalten, auch die Pflanzung von tiefwurzelnden Gehölzen ist natürlich über den Rohren untersagt. Eine landwirtschaftliche Nutzung ist aber in vollem Umfang möglich.

sich dann das Projekt, bei dem die Rohre zwischen Hohenschambach und Hemau unter der B 8 durchgetrieben werden mussten, wie eine leichte Vorübung aus.

Bereits im Oktober dieses Jahres sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein und die Felder über der Gasleitung wieder wie gewohnt genutzt werden können. Damit ist dann die Transportkapazität des Erdgasnetzes in Nord-Süd-Richtung stark erhöht und ein wesentlicher Beitrag zur Versorgungsicherheit in Bayern geleistet worden.