Kunst im Amt

„Lebensfreu(n)de“ – Ausstellung von KISS

Regensburg (RL). Eine neue Ausstellung der Reihe „Kunst im Amt“ im Landratsamt Regensburg trägt den Titel „Lebensfreu(n)de“ – Selbsthilfe ins Bild gerückt. Die Aktiven aus Selbsthilfegruppen der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) zeigen ihre Fotos. Zu dem Ausstellungsprojekt haben sich zwölf Menschen aus verschiedenen Gruppen in zwei Workshops getroffen, um ihre Selbsthilfemomente ins Bild zu rücken. Von der Idee zum konkreten Bild haben sich die Teilnehmer Anregungen und Ideen geben lassen, mit viel Fingerspitzengefühl, begleitet und unterstützt von der Fotografin Elisabeth Wiesner. Mit ihrer Erfahrung hat sie die Teilnehmer ermutigt, sich auszuprobieren und Fotos zu machen, die eine Geschichte erzählen und zum Nachspüren einladen. „Die Bilder sind beeindruckend und man möchte die Geschichte, die dahintersteckt, kennenlernen“, so Landrätin Tanja Schweiger beim Rundgang durch die Ausstellung.

250 Selbsthilfegruppen – viele weitere sind aktiv in 150 selbstorganisierten Initiativen.

Die eindrucksvollen Fotografien können bis zum 16. März 2020 zu den üblichen Öffnungszeiten des Landratsamtes besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist Teil des vom Kulturreferat entwickelten Ausstellungsformats „Kunst im Amt“, das ein breites Publikum ansprechen und auch Menschen mit Kunst in Berührung bringen will, die gewöhnlich nicht in Galerien anzutreffen sind.

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Landkreis Regensburg ruft Qualitätszirkel „Frühkindliche Bildung“ ins Leben

Regensburg (RL). Die frühkindliche Bildung stand im Fokus eines Qualitätszirkels mit Fachleuten von Trägern, Institutionen und Ausbildungseinrichtungen, der kürzlich im Landratsamt tagte. Dazu eingeladen hatten das Kommunale Bildungsmanagement, das Kreisjugendamt und die Gleichstellungsstelle des Landkreises Regensburg. Die Bestandsaufnahme, die Einschätzung der aktuellen Qualität der Angebote sowie das Identifizieren von Handlungsfeldern waren die Ziele dieses ersten Qualitätszirkels zur frühkindlichen Bildung.

ihre Arbeitszeit auszuweiten und eine finanzielle Absicherung zu erreichen“, erklärt Silvia Siegler, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Regensburg.

Zur Auftaktveranstaltung des Qualitätszirkels resümierten die Fachleute aus den Bereichen Kinderkrippe, Kindergarten und Grundschule, dass der Landkreis insgesamt sehr gut aufgestellt sei. Ein zentrales Handlungsfeld sahen die Experten in der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe, gut qualifizierte Fachkräfte für die sozialen Berufe zu gewinnen. Dies sei eine zwingende Voraussetzung und bleibe herausfordernd. In Zukunft wird sich der Expertenkreis mit einzelnen Themen intensiver auseinandersetzen und konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten, um die Qualität der frühkindlichen Bildung weiter zu verbessern.

Im Landkreis Regensburg hat Bildung einen zentralen Stellenwert. Der Landkreis Regensburg ist zertifizierte Bildungsregion in Bayern und am Förderprogramm „Bildung integriert“ beteiligt. Erklärte Ziele sind, die Bildungsangebote zu verbessern und für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen.

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Dankeschön-Abend mit Landrätin Tanja Schweiger für Pflegeeltern im Landkreis

Regensburg (RL). Als Dankeschön hatte Landrätin Tanja Schweiger vor Kurzem Pflegeeltern des Landkreises zu einem Abendessen in den Walba-Stadel nach Unterirading eingeladen. Die Landrätin würdigte bei diesem Anlass das große Engagement der Pflegeeltern für die Kinder, die häufig schwere Einzelschicksale haben: „Wir haben großen Respekt vor der Aufgabe, die Sie übernommen haben. Danke für Ihre Zeit und besonders Ihre Liebe, die Sie in Ihre Aufgabe als Pflegeeltern investieren.“

und an diesem Abend wurde sie von einer Pflegetochter begleitet, die über die Volljährigkeit hinaus noch immer bei ihr wohnt.

Pflegeeltern gesucht

Im Landkreis Regensburg werden derzeit rund 130 Kinder in Vollzeitpflege und jährlich rund zehn Kinder in Kurzzeitpflege betreut. Einmal im Jahr findet eine Schulung für Bewerber statt, die von Kreisjugendamt Regensburg und der Beratungsstelle der Diakonie organisiert wird. Interessierte können sich gerne melden beim Pflegekinderdienst des Landkreises.

Kontakt: Telefon 0941 4009-610 oder -238; E-Mail: vollzeitpflege@lra-regensburg.de

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Immer mehr Menschen im Kreis Regensburg auf Zweitjob angewiesen

7.300 Beschäftigte haben Minijob neben normaler Stelle

Wenn ein Job nicht reicht: Rund 7.300 Menschen im Landkreis Regensburg haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob. Damit hat sich die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren verdoppelt (plus 104 Prozent), wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG Oberpfalz beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Arbeitsagentur. Danach sind Zusatz-Jobs in Restaurants, Gaststätten und Hotels im Kreis Regensburg besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni vergangenen Jahres 993 Zweitjobber – zehn Jahre zuvor waren es noch 407.

„so hoch, dass die Beschäftigten keinen Zweitjob mehr brauchen“. Außerdem müssten sich die Arbeitgeber stärker um Nachwuchs kümmern. „Eine Lehre im Lebensmittelhandwerk oder im Gastgewerbe kommt für Schulabgänger nur infrage, wenn der Lohn und die Ausbildungsbedingungen stimmen“, so der Gewerkschafter.

Die NGG sieht aber auch die Politik in der Verantwortung. Die Zunahme der Zweitjobs sei auch das Ergebnis einer verfehlten Arbeitsmarktpolitik der Nullerjahre. „Mit einer Reform könnte die Bundesregierung Minijobs voll in die Sozialversicherung einbeziehen. Allerdings sollten die Arbeitgeber den größten Teil der Beiträge zahlen. Das macht reguläre Stellen attraktiver und verschafft den Minijobbern heute eine bessere Absicherung“, so Reißfelder.

Bild Zapfen im Zweitjob. Immer mehr Menschen sind auf ein Nebeneinkommen angewiesen. Viele von ihnen arbeiten nach Feierabend in der Gastronomie. - Foto (alle Rechte frei): NGG
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